Ziele und Arbeitsbereiche

Eine Demenzerkrankung stellt nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Familien vor große Herausforderungen. Um sich auf die Situation einstellen zu können, sind eine Vielzahl von Informationen über das Krankheitsbild und den Verlauf der Erkrankung eine kompetente Beratung über den Umgang mit an Demenz Erkrankten und Hinweise sowie Tipps für die Entwicklung eines Hilfearrangements erforderlich.

Zur Beratung dementiell erkrankter Menschen und ihrer pflegenden Angehörigen sowie zur Ergänzung, Weiterentwicklung und Unterstützung bestehender Hilfeangebote fördern das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und die Pflegekassen im Rahmen der Landesinitiative Demenz-Service NRW" seit Mitte 2004 den Aufbau von Demenz-Servicezentren.

Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Trägerschaft der AWO ist seit Ende 2007 Teil der Landesinitiative Demenz-Service NRW und ist für ganz NRW zuständig.

Schwerpunkte unserer Arbeit

Die vier Schwerpunkte des Demenz-Servicezentrums für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind wie folgt definiert:

  1. Unterstützung der Menschen mit Migrationshintergrund (vornehmlich in türkischer und russischer Sprache), die selbst oder im familiären Umfeld von Demenz betroffen sind.
    Hierzu wird einerseits Beratung und Begleitung angeboten, andererseits werden Gruppenangebote angeregt, organisiert oder initiiert z. B. in Form von „niedrigschwelligen Betreuungsangeboten" wie zum Beispiel Betreuungsgruppen oder in Form von Bewegungs-, Sport und Tanzgruppen.
  2. Information, Aufklärung und Sensibilisierung zum Themenspektrum Demenz & Migration: hier werden Behörden und Unternehmen, Dienste und Einrichtungen, Kranken- und Pflegekassen, Krankenhäuser, Ärzte usw. angesprochen und sensibilisiert. Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang stellt auch die Informations- und Aufklärungsarbeit in ethnischen Communities dar. In Moscheen und Kulturvereinen, Russischen Centern und Gruppierungen von Spätaussiedlern oder Jüdischen Gemeinden werden muttersprachliche Veranstaltungen zum Thema angeboten und durchgeführt.
  3. Entwicklung von Produkten und Materialien zur Beschäftigung mit dementiell erkrankten Menschen wie auch zur Information über die Krankheit und den Verlauf. Dazu gehören Filme, Broschüren, Musik-CD's, unsere so genannten „Erinnerungskarten" mit russischen, polnischen und türkischen Sprichwörtern und anderes mehr.
  4. Unterstützung der zwölf regional tätigen Demenz-Servicezentren in NRW in allen Fragen von Demenz  & Migration unterstützt.